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Michel Daëron, geboren im Oktober 1957 in Paris (Vater Franzose, Mutter aus den Antillen), hat seinen Abschluß am Institut d’Etudes Politiques de Grenoble 1981 gemacht und erhielt sein Magisterium sowie sein Abschlußzeugnis als Chefkameramann der Crear-Ceris 1985. 1989 dreht er seinen ersten Dokumentarfilm und filmt sechs Monate lang den Kampf der Kanaken in Neukaledonien für die Unabhängigkeit von Frankreich. Seither drehte er zahlreiche Dokumentarfilme, in erster Linie zu historischen Themen, unter anderen Moruroa, das große Geheimnis um die nuklearen Tests Frankreichs auf Tahiti und La Chaconne d’Auschwitz über die Musik in den Todeslagern. Als Drehbuchautor eines Spielfilms Le Metua (in Vorbereitung) hat er auch an Filmen wie Les Temps Modernes et Autrement mitgearbeitet. Derzeit arbeitet er an zwei Projekten: Il était une île, Diego Garcia und Hot Needles.



Dokumentarfilme von Michel Daëron

LACHACONNE D’AUSCHWITZ („Passacalla in Auschwitz“); 1999, 105 min., super-16, eine Koproduktion von – France 3, Les Films d’Ici, Filao Films, Scarabée Films, Image Création – mit Beteiligung der HBO.
Zwölf Frauen, die die Hölle von Auschwitz überlebten, erinnern sich an die Zeit als Mitglieder des Lagerorchesters und den Überlebenskampf zwischen Musik und Vernichtung.
Prix du Jeune Public à Visions du Réel, Nyons 1999 – Prix des Yeux d’or, Rueil Malmaison 1999 – Bester Dokumentarfilm, Maremma, Italien 1999 – 2. Preis Alsace-Europe 2000 – Bronzemedaille der HBO, Colombus International Film Festival 2000 – Nominiert Europäischen Filmpreis, Berlin 1999 – 7 d’or, Paris 1999.



LES TONDUES DE LA LIBERATION („Die Verliererinnen der Befreiung“), 1994, 52 min., eine Koproduktion von Planète—Point du Jour.
August 1944, das befreite Frankreich jubelt und wirft sich auf … die Frauen. Am flachen Land wie in der Stadt werden Tausende Frauen von der Menge überwältigt.



MORUROA, LE GRAND SECRET („Das große Geheimnis Mururoa“), 1993, 74 min., super-16, eine Koproduktion Point du Jour– La Sept/Arte.
Laut offizieller militärischer Angaben ist Mururoa, auf dem über 200 nukleare Tests durchgeführt wurden, ohne Gefahren für die Bevölkerung. Doch der Gesundheitszustand der Arbeiter aus Tahiti spricht gegen diese Auffassung.
Nominiert für den Prix Italia 1993 – FIPA1994 – Festival von Venedig 1995 – European Prize for Television/ Ökomedia Film Festival 1994 Freiburg – Großer Preis von Roubaix 1995.



CONTRE-JOUR DE SIBERIE („Sibirien im Gegenlicht“), 1992, 58 min., 35 mm eine Koproduktion von Profilma-Credoaspec, France 3, Planète, RTBF, TVR (Moskau).
Biographie von Vladimir Ablamsky, einem russischen Photographen, der 20 Jahre in der sibirischen Verbannung verbrachte und heimlich einen Cinematographen konstruierte, um im Gulag selbst Aufnahmen zu machen.
Nominiert für die FIPA1993 – Lissabon – München 1993 – Fünf beste Filme SCAM 1993 – Filmfestival Amsterdam 1994.



LUNE D’AVRIL SUR CANALA („Aprilmond über Canala“), 1989, 52 min., 16 mm, eine Koproduktion von ABC (Sydney) und Michel Daëron mit Beteiligung von Point du Jour. Ausgestrahlt auf ABC, Planète Câble, TV5.
Drei kanakische Freiheitskämpfer aus Canala in Neukaledonien/Kanada werden aufgrund ihres politischen Engagemenst für die Unabhängigkei mit zahlreichen uralten Problemen ihres Volksstammes konfrontiert.
Nominiert für das Festival du Film d’Amiens 1990.