Irrfahrt der AtlanticErzählkonzeptMichel DaeronDirectors NotesServiceProduktionHome
 
 
Kurzinfo

«Nun sind wir wieder auf dem Hafen. Wir sind so oft hierher gekommen, die Augen auf das Wasser der Donau geheftet, und immer mit einem einzigen Gedanken im Kopf: Wann können wir fort?»

Mehrere tausend Menschen aus Wien und Preßburg suchen die Donau ab und lauern den raren Booten auf, die sie vor den Nazis retten können. Unter den Verzweifelten befindet sich die siebzehnjährige Ruth, die in ihrem Tagebuch die Chronik des letzten Transports der Atlantic aufzeichnet.

An Bord drängen sich 2000 jüdische Flüchtlinge, die drei Monate lang auf dem Schwarzen und dem Mittelmeer in der Hoffnung umherirren, das Gelobte Land zu erreichen. Als die Atlantic schließlich im Dezember
1940 in Palästina ankommt, werden die Flüchtlinge, die sich während ihrer Fahrt Krankheit und Tod gegenübersahen, von den britischen Behörden, die weit davon entfernt sind helfen zu wollen, nach
Mauritius deportiert.

Eine Überlebende sucht nach Jahrzehnten das Gefängnis auf Mauritius wieder auf, wo sie für fünf Jahre interniert worden war: Ihr Sohn bemüht sich zu verstehen, warum sich das Grab seines Vaters – eines von 124 – auf einem jüdischen Friedhof hoch über dem Indischen Ozean befindet …